Xenon Kino Berlin

Filmkunstkino in Berlin-Schöneberg

The Nomi Song
D 2004 • 96 Min. • engl.O.m.U.
Regie: Andrew Horn
Buch: Regie: Andrew Horn
mit: Klaus Nomi, Ann Magnuson, Gabriele Lafari, David MacDermont, Page Wood, Tony Frere, Man Parrish, David Bowie und Thomas Gottschalk
Kamera / Bildgestaltung: Mark Daniels
Schnitt / Montage: Angela Christlieb, Guido Krajevski, Eric Schefter (s.a. »Gendernauts«)
Musik: Klaus Nomi
TEDDY AWARD Berlin 2004 Bester Dokumentarfilm

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... Ding Dong the Witch is dead ... Ding Dong the wicked Witch is dead ... ... total Eclipse ... it's a total Eclipse of the Sun ...

He came from outer space to save the human race

Ist es seine unverwechselbare Stimme oder seine bizarre Erscheinung, das grellweiß geschminkte Kabuki-Gesicht und die schrillen Dada-Punk Outfits, die ihn zu ewigen Ikone werden ließen? Klaus Nomi war die Kultfigur der späten 70er Jahre New Wave Performance-Szene. In der Underground-Szene bereits ein Star, war ein Auftritt mit David Bowie im amerikanischen Fernsehen der Beginn seines kometenhaften Aufstiegs. In Europa löste er 1981 auf dem Sygma-Festival in Bordeaux fast einen Aufstand aus und wurde zur Sensation in Fabrice Emaers Pariser Jet-Set Nachtclub
»Le Palace«.

Zu Nomis Fans zählen so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Catherine Deneuve, der Sänger Morrissey und der Star-Countertenor Joachim Kowalski. Für eine Jägermeister Prominenten-Anzeigenserie posierte er als Model, Eberhard Schoener setzte ihm mit seiner Kammeroper
»Cold Genius« ein musikalisches Denkmal. Sean Ono Lennon quälte als Kind seine Spielkameraden, indem er ihnen Nomis Platten vorspielte und heute benutzt der berüchtigte rechte US-Radiomoderator Rush Limbaugh Nomis Musik als Erkennungsmelodie seines monatlichen »Anti-Gay-Report«.

Nomi, ein Countertenor, sang Popmusik wie Opern und seine zutiefst bewegende Interpretation von Saint-Saëns Arie
»Samson and Delilah« ließ selbst die grölende Punkszene der New Yorker Clubs verstummen. Nomis Performance-Konzept - er inszenierte sich als eine Art Alien, das zur Rettung der Welt aus fremden, wunderbaren Galaxien auf die Erde gebeamt wurde - brachte das Publikum bereits zum Rasen, noch bevor er mit hartem deutschen Akzent seine Lieder von der bevorstehenden Apokalypse und der alles errettenden Liebe zu singen begann. Klaus Nomi war der perfekte Videostar, doch sein Stern erlosch, bevor Videoclips auf MTV zur Massenkultur wurden. Der internationale Durchbruch war zum Greifen nah, als er im August 1983 das erste prominente Aids-Opfer wurde ...
Nomis musikalisches Output beschränkt sich auf zwei Alben und eine Live-LP. Bei allen, die ihn kannten, hat er so starke Emotionen ausgelöst, dass er selbst 20 Jahre nach seinem Tod unvergessen bleibt. Im Internet stößt man heute auf unzählige Nomi-Websites. Und die Plattenindustrie gedenkt dem Nomi-Phänomen auf ihre Weise: Sie bringt in regelmäßigen Abständen immer wieder neue CD-Kompilationen mit seiner Musik auf den Markt.

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... I'm wasting my Time ...

Dieser Film lief im Xenon im xx