Xenon Kino Berlin

Filmkunstkino in Berlin-Schöneberg

Wild Side
»Wild Side« FRA / BEL / UK 2003 • 94 Min.
Regie: Sébastien Lifshitz (s.a. »Plein Sud« und »Presque Rien - Sommer wie Winter«)
Buch: Sébastien Lifshitz, Stéphane Bouquet (s.a. »Plein Sud« und »Presque Rien - Sommer wie Winter«)
mit: Stéphanie Michelini, Edouard Nikitine, Yasmine Belmadi und Josiane Stoleru
Kamera / Bildgestaltung: Agnès Godard (s.a. »Beau Travail«)
Schnitt / Montage: Stéphanie Mahet (s.a. »Plein Sud«)
Musik: Jocelyn Pook (s.a. »Eyes Wide Shut«)
Teddy Award Berlin 2004 Bester Spielfilm

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Sylvie macht sich fertig zum Geldverdienen auf'm Pariser Strassenstrich für TransSexuelle ...

Sylvie ist 32, eine transsexuelle Prostituierte. Ihr Leben plätschert so dahin. Eines Nachts lernt sie Mikhail kennen, einen russischen Emigranten ohne Aufenthaltsgenehmigung. Mikhail hat in Tschetschenien gekämpft und ist aus der Armee desertiert, ehe er nach Frankreich kam. Er lebt von der Hand in den Mund, indem er kleine, miese Jobs annimmt, die ihm die Eigentümer der Pension, in der er wohnt, vermitteln. Mikhail zeigt sich mehr als nur ein bisschen an Sylvie interessiert. Aber Sylvie lebt mit Jamel zusammen, einem 30-jährigen Nordafrikaner, der sich mit seiner Familie überworfen hat und wie Sylvie gelegentlich auf dem Strich anschaffen geht. Als eine junge Frau, die er im Bahnhofsklo »beglückt«, ganz entgeistert reagiert, dass sie für den Fick bezahlen soll, entgegnet er nur ... meinst du, ich vögel dich umsonst ? ... Sylvie trifft eine überraschende Entscheidung zwischen den beiden - indem sie sich nämlich nicht entscheidet. So machen gemeinsam weiter, zu dritt, warum auch nicht? Da erhält Sylvie die Nachricht, dass ihre Mutter unheilbar erkrankt ist. Sylvie muss sie besuchen und ihre Freunde werden sie begleiten. Die drei Großstadtexistenzen lassen das hektische Pariser Leben hinter sich und reisen in den Norden, in die Provinz …

eine Art realistischere Variante von
»Priscilla - Queen of the Desert«: die Paradiesvögel reisen in die Provinz ... und allein das live gesungene Chanson von Antony Hegarty am Anfang während der Vorspann-Titel ist das Eintritts-Geld wert ...

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Nachdem sie Mikhail kennengelernt hat, zieht dieser zu ihr und ihrem Lover Jamel ... ganz selbstverständlich ...
die Drei zurück mit dem Zug aus der Provinz nach Paris ...



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um Geld zu verdienen, muss Sylvie auch in der Provinz anschaffen ...

Dieser Film lief im Xenon im Dezember 2004 bis Januar 2005