Xenon Kino Berlin

Filmkunstkino in Berlin-Schöneberg

Venus Boyz
CH / USA / D 2001 • 104 Min.
Regie: Gabriel Baur
Buch: Gabriel Baur
Doku mit: Del LaGrace Volcano, Diane Torr (s.a. »Man For A Day«), Dréd Gerestant, Bridge Markland, Mo Fischer, Storme Webber, Queen Bee Luscious, Mistress Formika, Judith Halberstam
Kamera / Bildgestaltung: Sophie Maintigneux (s.a. »Rosie«)
Schnitt: Salome Pitschen, Daniela Roderer, Jean Vites
Musik: David Shiller
www.venusboyz.net

venusboyz03

Eine filmische Reise durch das Universum weiblicher Männlichkeit. Eine legendäre Drag-King-Nacht in New York ist Ausgangspunkt einer Reise durch Welten jenseits der Geschlechtergrenzen, in welchen Frauen zu Männern werden - die einen für eine Nacht, die anderen für ihr ganzes Leben: was bewegt sie, was verändert sich, wovon träumen sie. Die Drag Kings in New York treten in Clubs auf und verwandeln sich lustvoll in ihre männlichen Alter Egos, parodieren sie, erkunden männliche Erotik und Machtstrategien. Frauen in London experimentieren mit Hormonen und werden zu neuen Männern und Cyborgs. Männlichkeit und deren Transformation als Performance, Subversion oder existentielle Notwendigkeit. Ein intimer Film über Menschen, die zwischengeschlechtliche Identitäten kreieren.

venusboyz04 venusboyz02

» ...Was auf der Drag-King-Bühne passiert, ist eine Form von Gender-Performance, aber es geht in der Aussage sehr viel weiter als »Jeder kann alles sein«. Das ist nicht die Botschaft hinter der Drag King Performance. Die meisten Kommentare in den mehrheitsfähigen Medien betonen immer wieder die Idee, dass eine sehr hübsche, feminine Frau, mittels Zutaten und Kostüme und einem bisschen Gesichtshaar, in einen sehr überzeugenden Mann verwandelt werden kann. Das entspricht grundsätzlich dem Blickwinkel der Mainstream-Medien auf die Drag-King-Kultur. Es gibt aber eine interessantere und subversivere Geschichte hinter der Drag-King-Bewegung, die mit der Neuerfindung und Neudefinierung von Geschlechternormen zu tun hat. Darin ist die Drag-King-Kultur gut und dazu ist sie da.« Judith Halberstam, Gender-Theoretikerin

Dieser Film lief im Xenon im August 2002