Xenon Kino Berlin

Filmkunstkino in Berlin-Schöneberg

Schlechte Erziehung
»La Mala Educación« ESP 2004 • 105 Min.
Regie: Pedro Almodóvar (s.a. »Das Gesetz der Begierde« und »Alles über meine Mutter« oder »Sprich mit Ihr« sowie »Volver« und »Zerrissene Umarmungen«)
Drehbuch: Pedro Almodóvar
mit: Gael García Bernal (s.a. »Y tu Mamá también« und »The Motorcyle Diaries« und »No!»), Fele Martínez (s.a. »Sprich mit Ihr«), Daniel Giménez-Cacho, Francisco Boira, Javier Cámara (s.a. »Sprich mit Ihr«), Juan Fernández, Alberto Ferreiro
Kamera / Bildgestaltung: José Luis Alcaine
Schnitt / Montage: José Salcedo (s.a. »Alles über meine Mutter« und »Sprich mit Ihr« oder »KM 0 - Kilómetro Cero« sowie und »Volver« und »Zerrissene Umarmungen«)
Musik: Alberto Iglesias (s.a. »Sprich mit Ihr« sowie »Volver« oder »Alles über meine Mutter« und »Zerrissene Umarmungen«)
Eröffnungsfilm Cannes 2004

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Schauspieler Ignacio arbeitete seine Vergangenheit auf ...

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Regisseur Enrique erinnert sich ...

Madrid 1980: Der Erfolgsregisseur Enrique Goded leidet an Schreibstau. Beim Durchsuchen der Tageszeitung nach einer Geschichte für seinen nächsten Film bekommt er unverhofft Besuch von einem arbeitslosen Schauspieler namens Ángel, der vorgibt Enriques Jugendfreund Ignacio Rodríguez zu sein. Mit ihm war Enrique einst auf derselben Klosterschule. Seither haben sie sich nie mehr gesehen.
Ignacio, der Ángel genannt werden möchte, weil dies seiner Filmkarriere förderlich sein soll, unterbreitet ihm ein Drehbuch.
»La Visita« erzählt von seiner Kindheit im Kloster, dem sexuellem Missbrauch von Padre Manolo und der heimlichen Liebe, die sich zwischen ihm und Enrique damals entwickelt hat. Enrique weiss sofort, er hat den Stoff für seinen nächsten Film und die Dreharbeiten beginnen ...

Der neueste Film von Almodóvar ist verschachtelt wie eine Babuschka. Er spielt in drei Dekaden, vermischt Film-im-Film mit Gedanken und lässt Vergangenheit und Gegenwart in einander fliessen. Der Zuschauer darf eine Geschichte entpuzzeln in deren Verlauf Opfer zu Tätern werden und sich alles um Ignacio dreht, der in drei Inkarnationen auftritt ...
www.outnow.ch

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die verängstigten Klosterschüler ...

»...in der Kurzgeschichte findet Enrique seine eigene Vergangenheit wieder. Er erinnert sich an den geliebten Schulfreund Ignacio und an Pater Manolo, der sie beide missbrauchte. Die Rückblenden in die Schulzeit stellen die stärksten Momente des Films dar, eine faszinierende Mischung aus Fiktion und Realität, zarter erster Liebe und bösartiger Lust, Schönheit und Schmerz. Ergreifendes Melodrama wechselt fließend in beißende Satire, so z.B. in der Szene, in der Enrique Pater Manolo ein Geburtstagsständchen bringen muss. Der kleine Chorknabe steht alleine vor der Priesterschar und singt in schmelzendem Sopran von liebevollen Gärtnern während der alte Kinderschänder vor Rührung echte Tränen weint ...«
Hendrike Bake www.programmkino.de

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Dieser Film lief im Xenon im Oktober bis Dezember 2004