Xenon Kino Berlin

Filmkunstkino in Berlin-Schöneberg

Die Jungs vom Bahnhof Zoo
D 2010 • 84 Min. • frei ab 12

Regie: Rosa von Praunheim (s.a. »Härte« und »König des Comics« und »New York Memories« und »Meine Mütter« und »Tunten lügen nicht« und »Der Einstein des Sex«)
Buch: Rosa von Praunheim
mit: Daniel, Nazif, Romica, Ionel, Daniel René, Klaus, Danny Sergiu Grimalschi, Lutz Volkwein, Wolfgang Werner, Peter Kern, Master Patrick, Claudia Thomas, Königin Silvia von Schweden
Kamera / Bildgestaltung: Nicolai Zörn, Lorenz Haarmann, Jens Pätzold, Dennis Pauls, Thomas Ladenburger
Schnitt / Montage: Mike Shephard (s.a. »Härte« und »König des Comics« und »Der Einstein des Sex« und »New York Memories« und »Tunten lügen nicht« und »Meine Mütter«)
Musik: Andreas Wolter (s.a. »Härte« und »König des Comics« und »New York Memories« und »Meine Mütter«)

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Der neue Film von Rosa von Praunheim zeigt die spannenden und authentischen Lebensgeschichten von Strichern, um das Phänomen «Männliche Prostitution» losgelöst von Klischees zu verdeutlichen. Im Mittelpunkt des Films stehen die Lebensgeschichten von fünf Strichern, drei von ihnen sind Roma. Ionel begleiten wir mit der Kamera in sein Heimatdorf nach Rumänien, um zu zeigen, aus welchen Armutsverhältnissen Jungs wie er kommen. Nazif ist ein ehemaliger Bürgerkriegsflüchtling aus Bosnien, der als Kind nach Deutschland kam und schon als junger Stricher am Bahnhof Zoo harte Drogen konsumierte. Der junge Rumäne Romica hat eine Familie gegründet, deren Existenzgrundlage lange die Prostitution war.

Unter den Strichern gibt es auch minderjährige Jungs, die früh von Pädosexuellen missbraucht wurden und später in die Stricherszene geraten sind. Daniel- René ist einer von ihnen. Als junger Erwachsener leidet er noch heute massiv an den Folgen seiner traumatischen Erfahrungen. Unsere Hauptfigur ist Daniel, der mit sechzehn seine «Stricherkarriere» am Bahnhof Zoo in Berlin begann. An seinem Beispiel wird sehr deutlich, welche sozialen Umstände einen Einstieg in die Stricherszene begünstigen.
Auch Straßensozialarbeiter, Wirte von Stricherkneipen und Freier wie der österreichische Schauspieler und Regisseur
Peter Kern (s.a. »Blutsfreundschaft«) kommen in dem Dokumentarfilm zu Wort.

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Dieser Film lief im Xenon im Februar bis Mai 2011