Xenon Kino Berlin

Filmkunstkino in Berlin-Schöneberg

New York Memories
D 2010 • 92 Min. • frei ab 12
Regie: Rosa von Praunheim (s.a. »Härte« und »König des Comics« und »Die Jungs vom Bahnhof Zoo« und »Meine Mütter« und »Tunten lügen nicht« und »Der Einstein des Sex«)
Buch: Rosa von Praunheim
mit: Anna Steegmann, Roman Pitio, Claudia Steinberg, Barbara Epler, Marie Pohl, Lucie Pohl, Jeff Preiss, Isaac Preiss, Rebecca Quaytman, Eva Love
Kamera / Bildgestaltung: Lorenz Haarmann, Jeff Preiss
Schnitt: Mike Shephard (s.a. »Härte« und »König des Comics« und »Meine Mütter« und »Tunten lügen nicht« und »Der Einstein des Sex«)
Musik: Andreas Wolter (s.a. »Härte« und »König des Comics« und »Die Jungs vom Bahnhof Zoo« und »Meine Mütter«)

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Rosa 2009 nach 20 Jahren wieder mit der Kamera in New York ...

Rosa von Praunheims Erinnerungen an vierzig Jahre New York, der für ihn aufregendsten Stadt der Welt. Er berichtet von der schrillen Warhol-Zeit der 70er, vom Kampf gegen AIDS in den 80ern, den hoffnungsvollen 90ern bis zum Schock des 11. September, der Wirtschaftskrise und neuen Träumen durch Barack Obama. Er trifft Anna und Claudia, die Stars seines Kinohits Überleben in New York, ist fasziniert von den jungen, hübschen Schwestern Lucie und Marie Pohl und von Isaac, der schon mit zwölf Jahren aller Welt verkündete, dass er kein Mädchen, sondern ein Junge sei. Es kommt zu Begegnungen mit schrillen und berühmten Persönlichkeiten wie Judith Malina und Klaus Pohl.

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die Protagonisten heute ...

Rosa von Praunheim erzählt:
»Zwanzig Jahre nach meinem erfolgreichsten Kinofilm »Überleben in New York« suche ich nach meinen alten Hauptdarstellerinnen Anna und Claudia und bin überrascht, was aus ihnen geworden ist. Ich mache mich auf meine persönliche Spurensuche in New York, entdecke Bilder aus meinen alten Filmen wieder, von den wilden 70er Jahren mit Sexparties, wilden Demos und exzentrischen Warhol-Superstars. Ich erinnere mich an die tragischen 80er Jahre und den wütenden Kampf gegen AIDS. Viele meiner Freunde starben. In den hoffnungsvollen 90er Jahren ?lmte ich den Aufschrei von Transsexuellen, die sich nicht mehr damit abfinden wollten, ermordet und vergewaltigt zu werden.
Gleichzeitig säuberte der Bürgermeister Giuliani die Stadt New York. Sexclubs wurden zugemacht. Künstler und Obdachlose wurden vertrieben. Manhattan wurde reich und ein Stück langweilig. Nach über 10 Jahren kehre ich im Frühjahr 2009 mit der Kamera zurück und will wissen, was aus meiner Lieblingsstadt geworden ist, in der ich einst die glücklichsten Stunden meines Lebens hatte.«

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Dieser Film lief im Xenon im August 2010