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- XXY
AR / F / ES 2007 91 Min. frei ab 12
- Regie: Lucía Puenzo
- Buch: Lucía Puenzo nach der Erzählung »Cinismo« von Sergio Bizzio
- mit: Inés Efron (s.a. »Glue«), Ricardo Darín, Valeria Bertuccelli, Carolina Pelleritti
- Kamera: Natasha Braier (s.a. »Glue«)
- Schnitt: Hugo Primero, Alex Zito (s.a. »Un Año Sin Amor«)
- Musik: Andrés Goldstein, Daniel Tarrab
- www.XXY-Film.de
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Alex ist fünfzehn und hin- und hergerissen zwischen den Geschlechtern
...
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Alex unterhält sich mit dem Arzt ...
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Die Natur macht uns zu Mann oder Frau - oder beidem zugleich
Alex ist fünfzehn - und hat ein Geheimnis. Aufgrund einer seltenen
Laune der Natur ist sie beides: Junge und Mädchen. Die Eltern
sind mit ihr aus Buenos Aires nach Uruguay ans Meer gezogen, weg
vom Geschwätz der Leute. Bald machen auch an diesem wilden Küstenstreifen
Gerüchte die Runde. Und obendrein kommt auf Wunsch der Mutter
ein befreundeter Chirurg mit seiner Familie zu Besuch. Könnte,
sollte man vielleicht?
Dabei möchte Alex doch nur den Dingen ihren Lauf lassen, ohne
ständiges Getue. Da kommt ihr Álvaro gerade recht, der sechzehnjährige
Sohn der Gäste. Ein Kandidat für das erste Mal? Álvaro ist überrumpelt
- und fasziniert von der herausfordernden Art, mit der Alex ans
Werk geht
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ein befreundeter Schönheitschirurg besucht die Familie ...
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Álvaro, der Sohn des Arztes - ist fasziniert von Alex ...
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Der internationale Filmtitel XXY versteht sich als dichterische
Metapher für Intersexualität. Er bedient sich dazu der beiden
bekannten Buchstaben-Paare gleich Chromosomensatz-Bezeichnungen
»XX« und »XY« für eindeutig weibliches bzw. eindeutig männliches
Geschlecht und bildet daraus ein geheimnisvolles, mehrdeutig zwischen
den Geschlechtern schwankendes Buchstaben-Trio - »XXY« als Symbol
für alle bis heute oft verborgenen, verdrängten und womöglich
ohne Einwilligung der Betroffenen »normalisierten«, sprich durch
Operationen beseitigten Formen der Zwischengeschlechtlichkeit
...
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Was XXY nicht ist
XXY ist kein Dokumentarfilm und stellt keine medizinische Diagnose.
Der Titel möchte nicht auf den tatsächlich möglichen Chromosomen-Drilling
XXY anspielen, eine abweichender Genotyp, der für das Klinefelter-Syndrom
verantwortlich ist. Dieses Syndrom kann zwar zu den Formen der
Intersexualität im weitesten Sinn gezählt werden, doch wird in
Lucia Puenzos Spielfilm unausgesprochen ein davon grundverschiedener
Typus porträtiert, nämlich das Adrenogenitale Syndrom (AGS).
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Helfen Sie mit, Verwechslungen zu vermeiden!
Alex ist kein Fall von Klinefelter Syndrom. Sollten Sie bei der
Recherche im Internet auf anderslautende Auskünfte zum Film stoßen,
handelt es sich um einen Irrtum. Damit Sie sich ein besseres Bild
machen können, werden die beiden Syndrome im Folgenden kurz erläutert:
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Alex - ein Fall von Intersexualität bei weiblichem Genotyp (XX)
Im Film leidet die 15-Jährige Alex als Mädchen mit den Chromosomen
(46, XX) an der Vermännlichung durch das ADRENOGENITALE SYNDROM.
Dies ist eine angeborene Hormon-erkrankung der Nebenniere, die
bei Alex zu viel vermännlichendes Hormon produziert. Schon im
Mutterleib bildet sich bei Mädchen das äussere Genitale in männliche
Richtung um. Eine Senkung des überhöhten Spiegels von virilisierenden
Androgenen kann durch Hydrocortison- (Cortisol-) Tabletten erreicht
werden.
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Das Klinefelter Syndrom ein Typus von Intersexualität bei abweichendem
Genotyp (XXY)
In der medizinischen Fachsprache steht die Abkürzung »XXY« für
den Chromosomensatz (47, XXY) bei KLINEFELTER SYNDROM. Dies sind
immer Männer mit eindeutig männlichem Genitale. Überzählige X-Chromosomen
stören allerdings die Hodenfunktion. Männer mit Klinefelter Syndrom
sind deshalb nicht zeugungsfähig und benötigen in den meisten
Fällen eine medikamentöse Zufuhr von Testosteron, also einem vermännlichenden
Hormon.
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