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Was dabei herauskommt, wenn Boy George ein Werwolfmärchen erzählt
ist nichts Geringeres als ein durch und durch schwul-romantischer
Nachfolger zu »Interview mit einem Vampir.« Als spitzohrige Fabelwesen in zerfetzten Jeans und flauschigen
Fellmänteln, die aus Liebe und Begierde bei Vollmond über sich
herfallen, rütteln Seth und Gabriel unsere Fantasien wach. Doch
das walisische Wolfsleben besteht nicht nur aus Cruising und Schwärmerei:
Gleich einer Allegorie auf die kirchliche Hetzjagd gegen Schwule
soll das pelzige Getier als gesellschaftlicher Sündenbock herhalten.
Neben einem jagdwütigen wie scheinheiligen Priester hecken zwei
gierige Omas ein Mordkomplott aus, das den haarigen Außenseitern
untergeschoben werden soll. Allerdings, wenn Wölfe nach einander
hungern, wächst ihre Liebe über den Tod hinaus... Verzaubert »...eine gelungene Allegorie auf Homophobie mit den zwei schönsten
schwulen Werwölfen der Filmgeschichte« SZ
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