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Vera Lehndorff lebt nicht gerne in Erinnerungen, obwohl sie auf
eine Karriere zurückblicken kann, die sich auch 40 Jahre danach
atemberaubend glamourös erzählen lässt: Als «Veruschka» wurde
sie zum Supermodel, bereits 1970 hatte man ihr Gesicht auf 800
Modemagazinen weltweit gesehen. Sie war die Frau im Flitterkleid,
die Antonioni mit »Blow Up« zur Poster-Ikone der Sixties gemacht
hatte; sie war das erste deutsche Supermodel.
»... Am Anfang unterschied ich mich von den anderen Models vielleicht
nur durch meine überspannten Bewegungen. Ich machte meistens irgendwelche
anderen Stars nach, die ich in den Zeitschriften gesehen hatte,
z.B. Ursula Andress. In der frühen Zeit wurde ich kaum jemals
fotografiert, ohne dass mir bewusst war, wen ich darstellen wollte.
Dieses Spiel machte mir eine Zeitlang Spass - mich mittels Mode
und Schminke zu verwandeln und dafür sogar Applaus zu bekommen.
Mitte der 60er Jahre habe ich dann angefangen, Farben zu benützen,
um mir selbst für eine Weile zu entgehen. Ich verwandelte meinen
Kopf in Tierköpfe und Stein, bemalte ihn und beklebte mein Gesicht
mit Vogelfedern und Fellen. In den 70er Jahren veränderte sich
alles. Das Spiel war zu Ende ...«
Vera Lehndorff
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