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Eine Biographie über die französischen Dichter des 19. Jahrhunderts,
Verlaine und Rimbaud, ist dieser etwas sperrige, aber auf seine
krude obsessive Art faszinierende Film nicht eine einzige Sekunde.
Das gibt er auch nie vor zu sein. Wer sich also eine Poeten-Biographie
im klassischen Sinne erwatet, dürfte ziemlich ratlos vor der Leinwand
sitzen, vielleicht sogar verärgert sein. Die polnische Regisseurin
Holland hat Hamptons Theaterstück verfilmt, das dieser 1967 im
rebellischen Alter von 18 Jahren geschrieben hat. Hampton war
damals etwa genau so jung wie der berühmte Rimbaud, der sein gesamtes
Oeuvre vor seinem 20. Lebensjahr schrieb und dann nur noch in
der Welt unterwegs war auf der Suche nach Abenteuern. Der frühvollendete
Dichter, von diCaprio mit verblüffend kindlicher Wildheit gespielt,
begibt sich in das Abenteuer, den zehn Jahre älteren Kollegen
Verlaine kennenzulernen. Als junger Wilder vom Lande dringt er
in das nahezu bürgerlich geordnete Pariser Leben Verlaines und
dessen schwangeren Frau Matilde ein. Verlaine, von dem nervös-sensiblen
Thewlis bemerkenswert gespielt, ist von dem unverschämt jungen,
idealistischen und sich selbst als Genie bezeichnenden Rimbaud
auf Anhieb fasziniert. Die beiden werden schon bald ein Liebespaar,
wobei der exzentrische, agressive Jüngere den Ältern nicht selten
demütigt. Eine immer bösartiger werdende leidenschaftliche "Amor
fou bringt die beiden Männer in eine destruktive und auch heftig
selbstzerstörerische gegenseitige Abhängigkeit ... Blickpunkt Film 48/95
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