• »Tom«
  • Canada 2002 • Video • 80 Min.
  • Regie: Mike Hoolboom
  • Buch: Mike Hoolboom
  • mit: Tom Chomont
  • Kamera: Caspar Stracke, Mike Hoolboom
  • Schnitt: Mike Hoolboom

Tom ist ein »experimenteller« Dokumentarfilm mit Spielfilmlänge, der fast vollständig aus Filmausschnitten zusammengesetzt ist. Es geht um Kino als Déjà-vu (oder Déjà-voodoo). Viele Momente werden einem nur allzu vertraut vorkommen, auch wenn sie hier auf die Oberfläche eines Lebens projiziert werden, um eine überaus ungewöhnliche Biografie zu komplettieren. Die Geschichte von New York City, der meist fotografierten Stadt der Welt, fungiert als Hintergrund für das Leben Tom Chomonts, einer Schlüsselfigur des New Yorker Underground: bekannter Video-Künstler, Aidskranker, Geschichtenerzähler. Seine phantastischen Geschichten akzentuieren den Fluss der Bilder. Sie erzählen von Kindermord, der Liebe eines Gangsters, Inzest und einem schwachen weißen Licht, das er sich sowohl als den Beginn wie auch als Ende allen Lebens vorstellt. Die Jahrzehnte gleiten vorüber in einem hypnotischen Strom von Ausschnitten aus Hunderten von Filmen, etlichen Archivdokumenten und einigen wohlbekannten Hollywoodszenen ­ wobei ein Subjekt kenntlich wird, dessen Haut aus Kino besteht und dessen Fleisch und Blut seinerseits auf der Filmebene Verwendung fand. Mike Hoolboom

Vorfilm: ACHTUNG - Die Achtung (concentration chair)

D 2001 • 14 Min. Sensations- und Besinnungsfilm von Michael Brynntrup (s.a. »NY 'NY 'N Why Not«) und »E. K. G. - Expositus« und »Fucking Different«)

Daß alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel. (Immanuel Kant, Einleitung zur Kritik der reinen Vernunft, 1.Satz) - Im Körper geboren (...und in der Zeit...)