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- Soul Kitchen
- D 2009 99 Min. frei ab 12
- Regie: Fatih Akin (s.a. »Auf der anderen Seite« und Darsteller in »Kismet«)
- Buch: Adam Bousdoukos, Fatih Akin
- mit: Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu (s.a. «Goethe!»), Birol Ünel, Anna Bederke, Pheline Roggan, Lukas Gregorowicz (s.a. »Cattolica«), Wotan Wilke Möhring, Dorka Gryllus, Marc Hosemann (s.a. »ZweiOhrKüken« und »Schwarze Schafe«), Peter Lohmeyer, Catrin Striebeck sowie Udo Kier, Jan Fedder
und Monica Bleibtreu (s.a. »Vier Minuten«)
- Kamera: Rainer Klausmann (s.a. »Auf der anderen Seite«)
- Schnitt: Andrew Bird (s.a. »Auf der anderen Seite«)
- Musik: Klaus Maeck, Pia Hoffmann
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das Soul Kitchen in Hamburg-Wilhelmsburg, südlich der Elbe ...
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der Deutsch-Grieche Zinos macht es sich einfach und serviert vorwiegend
Tiefkühl- und Friteusen-Fertiggerichte ...
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Kneipenbesitzer Zinos ist vom Pech verfolgt: erst zieht seine
Freundin Nadine für einen neuen Job nach Shanghai, dann erleidet
er einen Bandscheibenvorfall. Als er in seiner Not den exzentrischen
Spitzenkoch Shayn engagiert, bleiben auf einmal auch noch die
ohnehin schon wenigen Stammgäste aus. Und als wäre das nicht schon
genug, taucht auch noch sein leicht krimineller Bruder Illias
auf und bittet ihn um Hilfe. Während Zinos noch überlegt, wie
er den Laden los wird, um Nadine nach China folgen zu können,
locken Musik und die ausgefallene Speisekarte immer mehr Szenepublikum
an. Das »Soul Kitchen« rockt und boomt wie nie zuvor. Doch dann
überschlagen sich die Ereignisse ...
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Zinos' Freundin Nadine gibt in einem Nobelrestaurant an der Elbe
ihr Aschiedsessen, da sie als Zeit-Korrespondentin nach Shanghai
geht ...
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nach einem Bandscheibenvorfall engagiert er den gerade arbeitslos
gewordenen Edelkoch Shayn der zwar fantastisch kocht, aber die
Stammgäste vergrault ...
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dann taucht auch noch sein krimineller Bruder Illias im Soul Kitchen
auf, der gerade auf Freigang aus dem Knast ist ...
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Hamburg
Ich hatte das Gefühl: Ich bin dieser Stadt noch einen Film schuldig.
Vor kurzem haben mich zwei Filmleute aus New York besucht. Am
Anfang des Abends fragten die: »Hey, warum lebst du noch hier, wann ziehst Du nach New York?«
Ich meinte: »Ich fühle mich ganz wohl hier. Ich kenne hier jede Abkürzung,
ich kenn die Kinos, die Türsteher, ich weiss, welcher Arzt gut
ist, wo ich das beste Gemüse bekomme. Warum soll ich in eine andere
Stadt ziehen?« Wir waren essen und sind dann noch ausgegangen. Erst auf eine
Elektroparty im ehemaligen Frappant-Gebäude in Altona, dann in
die Schanze, ins Mandalay und in die Bernsteinbar. Am Ende noch
auf den Kiez. Um 6 Uhr morgens kamen alle Leute aus den Clubs
und standen am Hamburger Berg rum. Es war warm, es dämmerte und
die beiden New Yorker haben gestaunt. Bei denen ist um 4 Uhr Sperrstunde.
Die haben gesagt: »Okay, jetzt verstehen wir, warum du nicht weg willst. Das ist
eine Super-Duper-Stadt mit einer tollen Architektur, tollem Essen,
tollen Clubs und den schönsten Frauen.« Ich hoffe, wir haben ein bisschen was davon in SOUL KITCHEN eingefangen.
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Wir haben bewusst Drehorte ausgewählt, die es nicht mehr lange
geben wird: Das Mandarin-Casino an der Reeperbahn, im ehemaligen
Mojo-Club. Die Astrastube an der Sternbrücke, die mit der Brückensanierung
abgerissen wird. Oder der Club im alten Karstadt-Gebäude in Altona,
in der Grossen Bergstraße. In diesem Karstadt habe ich meine allererste
Schallplatte gekauft: »Parade« von Prince & The Revolution. Und natürlich steht auch Wilhelmsburg
für die Veränderung der Stadt. Aus der stillgelegten Fabrikhalle
wird eine In-Location, das alte Industrieviertel mit den vielen
Arbeitern und Migranten verschwindet langsam. An Wilhelmsburg
fand ich ausserdem gut, dass der Held über den Fluss muss, damit
er zu seinem Arbeitsplatz gelangt. So wie der Bosporus in Istanbul:
Man muss das Meer überqueren, um von einem Stadtteil zum anderen
zu kommen ...
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