Sister George spielt eine fidele Krankenschwester in einer TV-Soap,
die mit einem Mofa ihre Patienten abfährt. Privat »hält« sie sich
eine junge, etwas naive Geliebte und nach Drehschluß hebt sie
öfters noch das eine oder andere Gläschen in der Kneipe um die
Ecke. Eines Tages erfährt sie, das die Serie verjüngt werden soll,
da die Einschaltquoten am Sinken sind: Sister George soll also
einen Serientod sterben, indem sie mit dem Mofa gegen einen LKW
brettert ... Diese berufliche Ungewissheit überträgt sich auch
auf ihre private Beziehung, und sie muß hilflos mit ansehen, wie
ihre Produzentin ihr die junge Geliebte in, einer für die 60er-Jahre,
atemberaubenden Sex-Szene auch noch wegschnappt ...
Selbst der katholische film-dienst kommt nicht umhin, in den höchsten Tönen zu loben: Im Berufs-
wie im Privatleben engleiten einer alternden Schauspielerin die
Rollen, mit denen sie ihre heruntergekommene Existenz verzweifelt
aufrechtzuerhalten sucht. Eine großartig besetzte und eindringlich
inszenierte Studie, die im Milieu lesbischer Frauen auf groteske
Formen von Ersatzbefriedigung verweist, ohne den Menschen aus
dem Auge zu verlieren ...