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Buenos Aires im 21. Jahrhundert ist eine belebte, schwüle und
arme Stadt zugleich: Die Bettler ziehen nachts mit Sack und Pack
durch die Strassen, Kinder spielen Fußball zwischen dem Abfall
der Gassen und dem Dreck des Bolzplatzes, während die Reichen
abseits in den Suiten der Hotels ihren Lakaien die Politik des
Landes erklären. Da fällt es kaum auf, dass sich der 19-jährige
Victor in dieser Nacht mehr oder weniger gewollt dem Kommissar
im Auto hingibt. Nach diesem »Vergnügen« wirkt es nur noch als Charakterisierung eines Molochs, wenn dieser
dann das Kondom aus dem Auto wirft, und sich zehn Meter weiter
die Obdachlosen aneinander kuscheln müssen. Für Victor ist dies
alles keine Ausnahme, es ist eine Nacht wie jede andere. Entweder
zieht er selber durch die Straßen auf der Suche nach Freiern oder
dealt mit Drogen der Schutz des Kommissars ist ihm sicher. Er
ist der schön anzusehende Händler der Unterwelt in Buenos Aires
und seine Geschäftigkeit treibt ihn auch in dieser Nacht von einer
sich lohnende Gelegenheit zu anderen. In den wenigen Momenten
dazwischen streunt er durch die Stadt, die in dieser Nacht absonderlich
erscheint.
Eine junge Frau am Straßenrand stößt ihren Freund vor ein Auto
und verschwindet plötzlich, eine Blumenhändlerin steckt Victor
unerwartet eine Nelke an und nur kurze Zeit später entgeht er
knapp dem Tod. Da kommt Mario gerade recht. Der Taxifahrer gabelt
Victor an einer Straßenecke auf, denn ihm liegt zu viel an dem
hübschen Argentinier, dass er einfach an ihm vorbeifahren könnte.
Zusammen begutachten sie erst die Prostituierten am Straßenrand,
dann stehlen sie sich in ein Hotel. Sie baden im Whirlpool, erzählen
vom Vergangenen und geben letztendlich dem körperlichen Verlangen
nach. Plötzlich ist alles anders. Mario greift sich ein Kissen
und will den schon schlafenden Victor ersticken. Mit Mühe kann
dieser sich befreien und stellt verwundert fest, dass Mario verschwunden
ist. Endlich zur Ruhe gekommen, schläft Victor erschöpft am Tisch
einer Bar ein. Es scheint, als würde die Nacht noch vor Sonnenaufgang
von ihm abfallen, da betritt Cecilia den Raum. Die wunderschöne
Bekanntschaft aus früheren Tagen setzt sich zu ihm, beginnt eine
Unterhaltung und scheint sich des Rastlosen anzunehmen. Als er
ihr von seinen nächtlichen Erlebnissen erzählt, weist sie daraufhin,
dass diese Nacht Allerheiligen ist: Die wenigen Stunden, in denen
die Liebenden aus dem Totenreich zurückkehren, um die Geliebten
zu holen
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