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»Der »Paranoid Park« ist ein von Skateboardern illegal gebautes
Skate-Gelände in Portland. Ein einigermassen gefährlicher Ort,
nicht nur, weil die Tubes hier steiler sind als irgendwo sonst
und für den nötigen Nervenkitzel sorgen. Eines Nachts stattet
der junge Alex mit einem Freund dem Park einen Besuch ab, und
es geschieht Schreckliches - was genau, erfahren wir jedoch erst
nach etwa der Hälfte des Films. Denn wofür Van Sant sich auch
in seinem jüngsten Film interessiert, ist weniger der Hergang
einer Tat, sondern das entsprechende Umfeld: Wie sieht eine Welt
aus, in der Erwachsene nicht vorkommen? Welche Konsequenzen hat
das? Das war bereits Thema in Elephant; nun erkundet Van Sant mit grosser Ernsthaftigkeit und unter
Einsatz vielfältiger Mittel einen weiteren Winkel einer sich selbst
überlassenen Generation. Seit einigen Jahren steht Van Sant wieder fest im Lager der unabhängigen Filmemacher, was bei ihm vor allem ästhetisch riskantere Strategien bedeutet. Paranoid Park geht zurück auf einen Roman von Blake Nelson, und die Kamera bediente Christopher Doyle, der in Super-8, dem Medium der meisten Skate-Filme, und im 35mm-Format gedreht hat. Die Darsteller sind Amateure (vor der Kamera, nicht auf den Boards), die Van Sant übers Internet rekrutiert hat. Das alles ist ungewöhnlich - und was dabei herausgekommen ist, ist es ebenfalls.« Verena Lueken |
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