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- Ohne Halt
- D 2007 55 Min. frei ab x
- Regie: Eva Maschke
- Buch: Eva Maschke
- Kamera: Eva Maschke
- Schnitt: Elisabeth Raßbach
- Musik: Andreas Kersting
- www.ohne-halt.de
- Diplom-Dokumentarfilm Filmakademie Baden-Württemberg
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Achtung: Freitag, 6. Juni, in Anwesenheit der Regisseurin Eva
Maschke (mit anschl. Gesprächsmöglichkeit)
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Im Dokumentarfilm Ohne Halt möchten wir dem Thema Barebacking
offen und neutral gegenübertreten. Wir werden uns mit dem Zwiespalt
von Lust und Verantwortung auseinandersetzen, denn genau an diesem
Punkt ist das Thema ein universelles.
Trotzdem möchten wir speziell den individuellen Umgang der Protagonisten
und einiger Nebenfiguren mit dem Thema Bareback herausarbeiten
und somit unterschiedliche Perspektiven aufzeigen.
Der Film wird verschachtelt episodisch erzählt, wobei die Erzählstränge
immer wieder zusammengeführt werden, entweder anhand von Lokalitäten,
die viele Barebacker kennen und besuchen, oder anhand von Gemeinsamkeiten
in Bezug auf Barebacking. Jeder einzelne Strang wird mit einer
Exposition des Status quo beginnen. Das heißt, wir verdeutlichen
wie jeder der Protagonisten gerade im Leben steht und wie seine
aktuelle Situation mit Barebacking zusammenhängt.
Wir werden sie im Alltag begleiten und Interviews zeigen, in denen
sie über ihre »Barebacking-Geschichte« und ihre Einstellung zu Barebacking sprechen.
Parallel werden wir über Lokalitäten und Interviews mit Freunden
und Verwandten rückblickend ihren Weg zum Barebacking verfolgen.
Dabei wird auch das Thema HIV eine Rolle spielen, da zwei unserer
Protagonisten HIV-positiv sind.
Unser Ziel ist es, mit der episodischen Struktur möglichst viele
Aspekte von Barebacking zu beleuchten und gegenüberzustellen,
ohne zu denunzieren, und trotzdem eine klare Haltung zu dem Thema
zu entwickeln.
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Barebacking (Sex ohne Kondom) gibt AIDS wieder eine Chance. Seit
Jahren gab es nicht so viele HIV-Neuinfektionen wie heute. Diese
Neuinfektionen finden größtenteils in der Schwulenszene statt.
Deutschlandweit infizieren sich besonders viele schwule Männer
in Köln.
Man spricht dort von circa 2.900 HIV-Positiven und vermutet, dass
jährlich circa 100 Neuinfizierte hinzukommen. Da sich bei weitem
nicht jeder testen lässt, muss die Dunkelziffer wesentlich höher
eingeschätzt werden.
Von vielen Barebackern wird die Angst vor HIV mit einem positiven
Testergebnis besiegt. Nun können sich die Angesteckten ihrer Lust
hingeben, ohne die Verantwortung sich selbst gegenüber als grosse
Last zu spüren. Nicht immer wird mit der neu erworbenen Verantwortung
den anderen gegenüber auch verantwortungsbewusst umgegangen.
Andererseits ist es so - jeder weiss worauf er sich beim Barebacksex
einlässt und manche suchen das Risiko ganz bewusst. Barebacking
ist wie russisch Roulette, die Gegenwart der Gefahr scheint für
viele einen besonderen Reiz auszumachen. Dieses Bewusstsein für
die Endlichkeit des Lebens schafft eine neue Perspektive. Die
Infizierten gehören nicht mehr nur der Minderheit der Schwulen,
sondern auch der Minderheit der HIV-Positiven an. Damit lässt
es sich intensiver und exzessiver leben und Sex haben ...
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