Auf seine alten Tage kehrt der erfolgreiche Autor Fernando, nach
30 Jahren im europäischem Exil, in seine kolumbianische Heimat
zurück. In der Welt schon alles gesehen und erlebt, und ein bewegtes
schwules Leben hinter sich, erwartet er sich an den Stätten seiner
Kindheit Antworten auf offene Fragen. Doch die Realität in seiner
Heimatstadt Medellín, der Drogenhauptstadt Kolumbiens schlechthin,
haut ihn, und uns den Zuschauer, dann doch um. Die von Menschen
wimmelnde und von der Armut der Bevölkerung gezeichnete Gebirgsstadt
wird von Stadtteil zu Stadtteil von Drogengangs, die zumeist aus
Jugendlichen und Kindern bestehen, regiert. Beim Herumstreifen
durch die Stadt trifft Fernando auf eben eines dieser Strassenkinder
und ist sofort fasziniert. Zwischen dem alten Mann und dem Jungen
Alexis entwickelt sich nach dem ersten Sex - frei nach den Pet-Shop-Boys-Motto
»Ive got the brain, youve got the looks« - schnell ein pragmatisches Verhältnis: Fernando ist allein,
hat Geld und Wohnung über der Stadt, Alexis ist jung, hat einen
schönen Körper und kann Geld und einen Mentor gut gebrauchen
kommentiert von den trockenen, und zunehmend zynischen Kommentaren
Fernandos begleiten wir die zwei durch Medellín: selbst Taxifahrer,
die die falsche Musik hören und zu laute Nachbarn bleiben auf
der Strecke
doch mit der Zeit wird es auch für Alexis immer
gefährlicher: jeder Getötete wird widerum durch ein Familien-
oder Bandenmitglied gerächt, die Mopeds mit schussbereiten Attentätern
donnern durch die engen Strassen
die Bevölkerung schaut weg
und für die Polizei bleibt nur, die Toten zu bergen
ein Kreislauf,
aus dem auch Fernando Alexis nicht herausholen und retten kann
A tempestuous gay love story between the seasoned author Fernando
who returns to the cracked morals of drug capital Medellín, Colombia,
and the trigger-happy 16-year-old assassin Alexis whose life isnt
worth the bullets fired at him