|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
- Blutsfreundschaft - Initiation
- AUT 2009 92 Min. frei ab 18
- Regie: Peter Kern
- Buch: Peter Kern nach einer Idee von Frank Maria Reifenberg
- mit: Helmut Berger, Harry Lampl, Melanie Kretschmann, Michael Steinocher,
Manuel Rubey sowie Heribert Sasse
- Kamera: Peter Roehsler
- Schnitt: Petra Zöpnek
- Musik: Boris Fiala, Andreas Hamza
- www.blutsfreundschaft.at
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Gustav Tritzinsky mit seinem besten Freund, dem Transsexuellen
Christina Thürmer ...
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Axels Gang macht mobil ...
|
|
|
|
Gustav nimmt den 16-jährigen Neo-Nazi Axel bei sich auf ...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Der 16-jährige Axel überfällt mit seiner Neonazi-Clique eine karitative
Suppenküche und taucht daraufhin beim 80-jährigen schwulen Wäschereibesitzer
Gustav Tritzinsky unter. Dieser deckt den Jungen, weil er ihn
an seine grosse Liebe erinnert, die er während der NS-Zeit an
die Gestapo verraten hat. Doch Axels Gang ist mit der sich entwickelnden
Freundschaft zwischen den beiden alles andere als einverstanden
...
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Peter Kern zu seinem Film:
Nachdem mein Jammern nicht zu einem eigenen Theater und Kino geführt
hat, meine Konzepte über einen eigenen Fernsehsender «Kern TV»
keine Immobilienmakler überzeugen konnte, mein Gewicht, selbst
wenn ich 20 Kilos abgenommen habe meine Hysterie steigerte, bin
ich gezwungen meine Filme von der Grossfeldsiedlung aus zu leben.
Mitten drin und doch ganz draussen. Hier sind die Reste einer
Demokratie zusammengepfercht, überschaubar, kompromisslos. Hier
gibt es alles und nichts, Arbeiter, arbeitende Ausländer, Arbeitslose,
Kranke, Alkoholiker, Akademiker, Schwule, Nazis, Tierliebhaber.
Hier ist der Humus meines Films Blutfreundschaft. Hier lebt nicht
der Traum der Anarchie, den mir mein kommunistischer Vater in
die Wiege gelegt hat, hier wird den Menschen die Würde entzogen.
Wenn es an der Türe klopft sind es Gerichtsvollzieher, das Jugendamt
oder raffinierte Einbrecher, für die das Wenige noch viel bedeutet.
Ich bin Künstler, Geschichtenerzähler, ein Beobachter einer realen
und einer gewünschten Idee von Leben. Blutsfreundschaft erzählt
ohne Genehmigung des Jugendamtes, und unter Drohung von der Wiener
Fernwärme (wegen Zahlungsrückständen die Heizung abzusperren)
über die Kälte im Umgang mit sozial Schwachen und den Rattenfängern,
die genau an den Ecken stehen, wo es einen Sinn macht Arbeitslosen
ein Leben ohne Ausländer, für ein Blut und Boden Österreich, zu
heucheln. Meine Einsamkeit spiegelt sich auch in der meines Hauptdarstellers
Gustav Tritzinsky wieder. Dort wo sich die sozialen Verhältnisse
nicht ändern, wo der Mensch auf der Strecke bleibt , bleibt auch
das Denken eingefroren. Der Papa gibt weiter an den
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Sohn, da kann man nur von Glück reden, dass man nicht auf den
nächsten Einmarsch eines Herrn Adolf Hitler wartet. Helmut Berger
spielt diesen Tritzinsky, der noch immer seine Wehrmachtspistole
aufbewahrt, mit einem Ordnungsfanatismus und Liebeshunger. Ein
schwuler Altnazi der versucht seine Lebenslüge (er hatte in seiner
Jugend einen SS-Scharführer denunziert) einen jungen Neo-Nazi,
behütete Wärme gedeihen zu lassen, zu verdrängen. Ich weiss was
ich erzähle, habe mit meiner Familie gebrochen. Ein entfernter
Verwandter behauptet Nazi zu sein und schwärmt vom Schwulenklatschen.
Ich versuche den Menschen auf den Mund zu schauen und was ich
sehe Kameramännern und Schauspielern zu vermitteln, und niemand
kann mir in den Kopf schauen, kein Drehbuch, keine Inhaltangabe,
was aus der Vermittlung von Leid und Liebe werden wird. Über drei
Jahre brauchte die Geburt dieses Films, viele Entscheidungen sind
gefallen. Die meiste Kraft galt, die Gremien zu überzeugen, die
das Eigene, in etwas Allgemeines bringen wollten. Dran bleiben,
gegen die Verhinderer, die Kommissionen, den Gremien - kein Wissenschaftler
hat je einen Film zustande gebracht. Fernwärme und Wiener Wohnen
täten gut daran sich mit Ihnen zu verbünden. Österreich ist ein
grosses Filmland und nicht erst seit den Auszeichnungen mit einem
Oscar, einer Palme, Muscheln und Bären. Es sind vielmehr die vielen
unterschiedlichen Begabungen der Glücklosen, die von den Filmfestivals
nicht beachtet werden, weil sich nicht in die mittelmässigen Gleichmacherkonzepte
der Festivaldirektoren passen. Der österreichische Film braucht
nicht auf den Strich der Eitelkeiten, Beziehungen, Lügen und Mediengeilheiten
gehen. Er ist endlich im Heimatland angekommen.
|
|
|
Willy, der Führer der Gang, stachelt die Meute auf ...
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
Axel kriegt Ärger mit seinen Nazi-Kumpels ...
|
|
|
|
|
 |
 |
|
|
 |
|
|
 |
|