Ein Porträt eines schwulen Paars, das zugleich Beziehungskomödie
und Reise in die deutsche Vergangenheit ist. Die Liebe von Kurt
Schmidt und Wilfried Friedrich hat die Mauer in Deutschland und
die Mauer im privaten Leben überwunden. Mit großer Offenheit berichten
sie über ihre Vergangenheit, ihre Zukunftspläne und ihren Umgang
mit den Sorgen der Gegenwart. Wir reisen in eine kleinbürgerliche
Welt, eine perfekte Ehe, ein Leben voller Leidenschaft für das
Triviale. Der Film berichtet jenseits von Voyeurismus, Blossstellung
und Häme aus der deutschen Provinz. Aus dem speziellen Fall von
Herrn Schmidt und Herrn Friedrich wird eine allgemeine Zustandsbeschreibung
dieses Landes, voller Melancholie ...
Aus den Stasiakten: Operative Personenkontrolle der Person Wilfried Friedrich: »Bei der Bearbeitung des F. muß davon ausgegangen werden, dass
er homosexuell ist. Durch diese abnorme Entwicklung der Persönlichkeit
ging der F. seit früher Jugend dazu über, persönliche Befriedigung
in postalischen Kontakten zu Schlagersängern und Filmstars aus
dem nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet zu finden und durch
Bettelbriefe an Autogramme und Schallplatten zu kommen. Durch
die Verbindung zu einem Schlagerklub lernte der F. 1977 den gleichgesinnten
BRD-Bürger Kurt Schmidt kennen. Zwischen ihnen entwickelte sich
eine intensive Verbindung.«