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Hier wird Haltung gezeigt - und vermittelt. Haltung ist etwa,
daß man eine Familie gründen kann, auch wenn man schwul oder lesbisch
oder sonstwas ist. Das kann geschehen, wenn einem das Schicksal
in Gestalt der Transe Destiny in einer Parkgarage eine Mutter
schickt. Eine Mutter, die einem beisteht, weil man, heißt man
besipielsweise India und kommt aus Wyoming, sich gerade nicht
von »Schwulenklatschern« ärgern und womöglich verprügeln und womöglich noch sonst mehr
hat lassen. Da ist es vielleicht dann schon mal ganz gut, daß
Destiny eine Schußwaffe hat. Ein Umstand, den der Film im Verlauf
bewußt in Frage stellt. Denn India, der Davongelaufene, findet
nach einigem Ausprobieren schon bald einen süßen Boyfriend, der
ebenfalls «on the run« ist. Aber er hat ein Ziel: er will die Eltern, die ihn (wie auch
immer) mißhandelt haben, auslöschen, und das nicht nur im Geist,
sondern mit Gewalt. Hier wird die Haltung deutlich, die zu einem
starken Plädoyer führt: unsere Waffen sind unsere Küsse, sie erschüttern
die Welt mehr als jede Bombe. In Zeiten der vielgenannten »Beliebigkeit« (mit der diejenigen, die das Wort führen, aber etwas ganz anderes
meinen), tut es gut, einen aufrechten, starken Film zu sehen wie
diesen. Noch Fragen?
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