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- Fontane Effi Briest oder »Viele, die eine Ahnung haben von ihren
Möglichkeiten und ihren Bedürfnissen und dennoch das herrschende
System in ihrem Kopf akzeptieren durch ihre Taten, und es somit
festigen und durchaus bestätigen«
- BRDeutschland 1974 s/w Besonders Wertvoll 141 Min.
- Regie: Rainer Werner Fassbinder (s.a. »Tropfen auf heisse Steine«)
- Buch: Rainer Werner Fassbinder nach Theodor Fontane
- mit: Hanna Schygulla (s.a. »Die bitteren der Tränen der Petra von Kant« und »Auf der anderen Seite«), Wolfgang Schenck, Ulli Lommel, Irm Hermann, Karl-Heinz Böhm,
Hark Bohm, Barbara Valentin
- Kamera: Dietrich Lohmann, Jürgen Jürges (s.a. »Vier Fenster«)
- Schnitt: Thea Eymèsz
- Musik: (Camille Saint-Saëns)
- Ausstattung: Kurt Raab
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Die siebzehnjährige lebenslustige Effi Briest (s.a. die »Effi Briest« Verfilmung von Hermine Huntgeburth), Tochter eines märkischen Gutsbesitzers, macht eine »gute Partie«. Sie wird mit dem zwanzig Jahre älteren Baron von Instetten,
einem preussischen Landrat in Hinterpommern, verheiratet. Unausgefüllt
von ihrer Ehe mit dem Karrierebewußten Beamten, einem etwas steifen
und korrekten Mann von Grundsätzen, erlebt die romantisch veranlagte
Effi eine kurze Liebesaffaire mit dem attraktiven Major Crampas.
Als sechs Jahre später der inzwischen zum Ministerialrat in Berlin
avancierte Baron davon erfährt, hält er sich, nicht ohne innere
Zweifel, an den Ehrenkodex seiner Klasse und die Moralprinzipien
der wilhelminischen Gesellschaft. Er tötet den Ex-Liebhaber in
einem Pistolenduell, läßt sich scheiden und behält das einzige
Kind. Die aus ihren Kreisen ausgeschlossene »Ehebrecherin«, zunächst auch von ihren schockierten Eltern unbarmherzig verstossen,
geht in ihrer Isolierung bald an Kummer und Scham zugrunde ...
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