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- East / West - Sex & Politics
D 2008 97 Min. russ./engl.O.m.U.
- Regie: Jochen Hick (s.a. »Sex / Life in L.A.« und »Cycles of Porn« oder »No One Sleeps« und »Ich kenn' keinen« und »The Good American«)
- Buch: Jochen Hick
- mit: Evgeniya Debryanskaya, Nikolai Alekseev, Ahasver (Sergej
Sagaidak), Arman Sarkasyan, Aleksei Davydov, Tim (Patimat Magamedova),
Sergej Golovach, Dmitri Bobrov, Olga Zhuk, Ede Mishin, Elena Gusyatinskaia,
Vater Aleksei
- Kamera: Jochen Hick
- Schnitt: Alexander Fuchs
- Musik: Matthias Köninger, Stefan Kuschner
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16 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion befindet sich Russland
mit seiner Hauptstadt und Megapolis Moskau auf einer rasanten
Fahrt in den Kapitalismus. Dies bedeutet Geld, Schönheit, Prunk,
Erdöl und Gas, nicht aber Demokratie und Menschenrechte. Die westliche
Perspektive beurteilt den Stand einer Demokratie gern am Umgang
einer Bevölkerung mit ihren Minderheiten. EAST/WEST gibt Einblick
in das Verhältnis der Moskauer Mehrheitsbevölkerung und ihrer
lesbischen, schwulen, bisexuellen und transidenten Bevölkerung
15 Jahre nach Abschaffung des Art. 121, der einvernehmliche homosexuelle
Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte.
Nach mehreren Dokumentationen über homosexuelle Lebensstile in
den USA und Deutschland findet Jochen Hick in Moskau eine kleine,
politische, sich öffentlich zeigende Gruppe vor, die für ihre
Rechte auf die Straße gehen, sich mit dem Staat vor Gericht um
das gesetzlich verbriefte Demonstrationsrecht streiten und ihre
Landsleute aus der politischen Apathie zu wecken versuchen. 2006
und 2007 begleitet Jochen Hick die politischen Entwicklungen und
gewaltvollen Auseinandersetzungen um den Gay Pride und findet
skurrile Situationen vor: Unter den schwul-lesbische Aktivisten
in den Straßenkämpfen finden sich viele um Demokratie bemühte
Westler, während ihre Gegner von Religiösen und Rechtsnationalen
rekrutierte Frauen und Männer sind, die Lesben und Schwulen zornig
vorwerfen, keine Kinder in die Welt zu setzen oder schlicht in
xenophober Tradition nichts Ungewohntes zulassen wollen. Dennoch:
die Gay Prides 2006 und 2007 fanden statt.
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