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Paris 1968: Zeit des Aufbruchs und der Utopie, der Hoffnung, die
Welt verändern zu können. Aber auch Hochzeit der Cinéasten, die
Abend für Abend wie süchtig in der Cinémathèque Francaise Filme
aus dem alten Hollywood und der Nouvelle Vague verschlingen. Das
wahre Leben findet auf der Leinwand statt! Als de Gaulles Kulturminister
André Malraux den beliebten Leiter der Cinémathèque, Henri Langlois,
entlässt, kommt es zu ersten Demonstrationen. Auch Theo, seine
Zwillingsschwester Isabelle und der junge, schüchterne Amerikaner
Matthew mischen sich unter die friedlich Protestierenden. Da die
Eltern der Geschwister für ein paar Wochen ans Meer fahren, ziehen
sich die Drei in die große Altbauwohnung im Quartier Latin zurück
und beginnen ein harmloses Film-Ratequiz, das sich peu à peu in
ein gefährliches Spiel um Lust und Begierde wandelt. Es gibt weder
Tabus noch Pardon in dieser »Ménage à trois«, die Träumer überschreiten die Grenzen bürgerlicher Moral, stellen
in ihrer hermetisch abgeschlossenen Welt eigene Regeln auf. Ohne
sich darum zu kümmern, was draußen passiert, lieben und quälen
sie sich, entdecken die Freiheit der Sexualität, entblößen nicht
nur ihren Körper, sondern auch die Seele. Erst ein Stein, der
durchs Fenster fliegt, holt sie in die Wirklichkeit zurück. Zu
jungen Erwachsenen gereift, verlassen sie das Haus und reihen
sich spontan ein in die Demonstrantenschar, stürzen sich in den
Straßenkampf. Unter dem Pflaster liegt der Strand ...
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