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- Close to Home
- »Karov la bayit« Israel 2005 90 Min. frei ab 6 hebr.O.m.U.
- Regie: Dalia Hager, Vidi Bilu
- Buch: Dalia Hager, Vidi Bilu
- mit: Smadar Sayar, Naama Schendar, Irit Suki, Katja Zimbris, Ami Weinberg
- Kamera: Yaron Scharf (s.a. »Yossi & Jagger«)
- Schnitt: Joelle Alexis
- Musik: Yontan Bar Giora
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Smadar und Mirit sind beim israelischen Militär ...
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ihre Aufgabe ist es, die Ausweispapiere arabisch aussehender Passanten
zu kontrollieren ...
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Im Rahmen ihres Militärdienstes müssen Smadar und Mirit, beide
achtzehn Jahre alt, Streife in den Straßen Jerusalems gehen. Ihre
Aufgabe ist es, vorbeigehende Palästinenser anzuhalten, ihre Ausweispapiere
zu kontrollieren und die persönlichen Daten aufzunehmen. Die beiden
jungen Frauen sind jedoch vor allem mit sich selbst beschäftigt
- mit ihren Schwärmereien, Trennungen von Freunden und der vielschichtigen
Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt. Bis sich eines
Tages die politische Realität Jerusalems in ihr Leben drängt ...
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sie patroullieren durch die Strassen Jerusalems ...
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Die Wehrpflicht für Frauen besteht seit der Gründung des israelischen
Staates, ein Drittel wird jedoch meist aus religiösen Gründen
vom Dienst befreit. Close to Home ist jedoch kein Militärfilm. Es ist ein Film über das Erwachsenwerden
vor dem Hintergrund der politischen Realität in Israel. Die Erlebnisse
der Regisseurin und Drehbuchautorin Vidi Bilu, die während ihrer
Zeit in der Tzahal, der israelischen Armee, bei den Patrouille-Kräften
der Polizei in Jerusalem eingesetzt wurde, inspirierte das Regieteam
Dalia Hager und Vidi Bilu zu dem Drehbuch. Dabei konzentriert
sich der Film besonders auf die persönliche Geschichte zwei junger
Frauen in dieser schwierigen politischen Situation zwischen den
Fronten, in die sich fast jede israelische Frau für 21 Monate
begeben muss. Das Spannungsfeld zwischen dem israelischen Selbstverständnis
der Selbstverteidigung und der Alltäglichkeit eines Teenagerlebens
stellt Fragen, sowohl nach dem Mythos vom Militär, als auch nach
seiner Bedeutung für das persönliche Leben.
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Frauen sind seit jeher Bestandteil der israelischen Armee ...
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nebenbei führen die jungen Frauen natürlich auch ein Privatleben
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»Viele Filme, die sich mit der israelischen Armee beschäftigen,
basieren auf den Erfahrungen von Männern«, erklären die beiden
Regisseurinnen. »Es gab bisher keinen einzigen Film über die Erfahrungen
von Frauen in der israelischen Armee, und das, obwohl diese dort
schon immer vertreten waren.«
»Uns beiden schien, dass es höchste Zeit ist, ihre und das heißt
auch unsere Geschichte zu erzählen. Wir als Frauen, die in Israel
leben, halten fest am Mythos vom Militär wie jeder andere Bürger
dieses Landes. Wir leben mit kämpfenden Männern zusammen und übernehmen
in dieser Beziehung die Rolle der Mutter, Ehefrau, Freundin und
des Armeekameraden; wir unterstützen sie und sollen so werden
wie sie. Dieses Muster abzulehnen bedeutet Verrat. Da wir jedoch
nicht im Kern, sondern eher am Rande dieses Mythos agieren, können
wir die Bedeutung des Militärdienstes für unser Leben in Frage
stellen. Wir haben uns entschlossen, die Protagonistinnen des
Films bei den Patrouille-Kräften der Polizei in Jerusalem anzusiedeln,
weil eine von uns diese Tätigkeit während ihres Wehrdienstes ausgeübt
hat. Dank dieser Erfahrungen war es uns möglich, unsere Einstellung
zur israelischen Besatzung dieser umstrittenen Stadt darzustellen.
Wir wollten einen Film mit politischer Aussagekraft machen.
Wir wollten die Zuschauer zum Nachdenken bewegen, ohne ihnen vorzugeben,
was sie zu denken haben. Aus diesem Grund haben wir uns, während
wir das Drehbuch schrieben und während der Dreharbeiten, immer
auf den einzelnen Menschen, seine Wünsche und Schwächen in dieser
politischen Situation konzentriert.«
Dalia Hager und Vidi Bilu (Berlinale Katalog 2006, Sektion Forum)
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