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Dexter Fletcher als junger Caravaggio, der sich als Bacchus portraitierte
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»Ein Film über einen Homosexuellen, einen Künstler, über einen
Mörder, nicht über ein Opfer. Ein eher unangenehmer Mensch.«
Derek Jarman
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Sean Bean als Johannes der Täufer ...
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das Original aus dem Jahre 1604 ...
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Nach seiner Ausbildung bei einem unbekannten Künstler zieht es
den 1571 in Caravaggio bei Mailand geborenen Maler Michelangelo
Merisi, genannt Caravaggio, nach Rom. Als er erfolglos und krank
in einem Hospital landet, entdeckt dort Kardinal Del Monte das
große Talent des jungen Mannes, der sich selbst als Bacchus porträtierte.
Er nimmt Caravaggio in seine Obhut, und schon bald erhält dieser
wichtige öffentliche Aufträge, aus denen herausragende und berühmte
Gemälde hervor gehen. In einer einfachen Schänke macht Caravaggio
die Bekanntschaft des Spielers Ranuccio und dessen Geliebter,
der Prostituierten Lena. Caravaggio, der seine Modelle oft unter
den Armen findet und von deren Leben angezogen wird, lässt sich
auf eine brisante Dreierbeziehung ein. Dieser Umgang und die ungewöhnlich
realistischen Darstellungen in Caravaggios Bildern machen ihn
zur Zielscheibe zahlreicher Angriffe, vor denen ihn ausgerechnet
die Macht des reichen Bankiers Giustiniani rettet. Als Lena den
einflussreichen Kardinal Borghese kennen lernt und zu verführen
versucht, gerade als Caravaggio sie als Magdalena porträtiert,
setzt dies eine Spirale der Gewalt in Bewegung, in deren Verlauf
Caravaggio selbst als gesuchter Mörder mehr denn je auf seine
einflussreichen Beschützer angewiesen ist.
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die Grablegung Christi nachgestellt ...
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das Original aus dem Jahre 1602 ...
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Aufsehenerregend und adäquat ist Jarmans visuelle Gestaltung des
Künstlerportraits: wie Caravaggio, der als wichtigster Vertreter
des clairobscur gilt (der dramatischen, nicht-realistischen Lichtgestaltung),
meißelt der Filmemacher nur die Teile des Bühnenbilds aus dem
Dunkel, die in der Szene eine dramatische Bedeutung haben. Dieses
Konzept, aus der Notwendigkeit geboren, einen historischen Film
mit einem minimalen Budget zu drehen, hat Jarman später weiter
entwickelt (»Edward II«, »Wittgenstein«) und es wird heutzutage z.B. von Lars von Trier (in seiner ?Amerika-Trilogie)
aufgegriffen. Für Caravaggio erhielt Jarman 1986 auf der Berlinale einen Silbernen Bären für
die besondere künstlerische Gestaltung.
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