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Im Regelfall ist Skepsis angesagt, wenn sich ein Schauspieler
hinter Kamera und auf den Regiestuhl schwingt und sich dazu bei
seinem Debüt auch noch die Hauptrolle selbst verpasst, aber im
Fall von »Buffalo 66« ist das Herrn Gallo so hervorragend gelungen,
es ist fast schon rätselhaft wie er das hingekriegt hat. Alleine
die Tatsache die ganze Zeit über so einem Verlierer beim Verlieren
und Verschludern seines Lebens zuschauen zu müssen und es nervt
kein bißchen - einfach faszinierend. Gallo kommt aus dem Knast
und muß aufs Klo und findet keins und dann hat er eins und kann
nicht mehr pinkeln. Dann kidnappt er spontan eine junge Frau (Christina
Ricci ganz wunderbar), um sie vor seinen neurotischen Eltern als
seine Braut auszugeben und dann passiert eine der seit langem
schönsten Liebesgeschichten, so zärtlich und traurig - ach, wer
einen Film wie »Buffalo 66« sich nicht anschaut ist selber schuld
und wer ihn nicht mag hat ein Herz aus Stein, basta!
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