• Ausente / Absent / Abwesend
  • ARG 2011 • 91 Min. • frei ab 6 • span.O.m.U.
  • Regie: Marco Berger
  • Buch: Marco Berger
  • mit: Carlos Echevarría (s.a. »Un Año Sin Amor«), Javier De Pietro, Antonella Costa, Rocío Pavón, Alejandro Barbero
  • Kamera: Tómas Pérez Silva
  • Schnitt: Marco Berger
  • Musik: Pedro Irusta
  • Teddy Award Bester Spielfilm Berlin 2011
Athletische Körper in knappen Badehosen. Verstohlene Blicke unter der Dusche nach dem Schwimmunterricht. Dem mitten in der Pubertät steckenden Martín hat es vor allem sein Sportlehrer Sebastián angetan. In vollem Bewusstsein, dass er den hilfreichen Pädagogen zunehmend kompromittiert, erschleicht sich der 16jährige unter fadenscheinigen Vorwänden eine Nacht in dessen Wohnung. Während dieser schläft, geht Martín aufs Ganze ...
der Schwimmlehrer Sebastián mit den Schülern ...
der 16-jährige Martin steckt mitten in der Pubertät ...
unter dem Vorwand, ihm wäre etwas ins Auge gegangen, lässt er sich erst zum Arzt und dann zum Lehrer nachhause fahren ....
Verehren und Begehren
Ausgangspunkt des Films war es, das sexuelle Begehren eines Jugendlichen und die Reaktion seines Lehrers auf die ihm entgegengebrachten Gefühle zu untersuchen. Der Film beschreibt die Erfahrungswelt eines Schülers, der sich zu seinem Sportlehrer hingezogen fühlt. Infolge unerwarteter Umstände bietet der Lehrer dem Schüler Hilfe bei einem Problem an und lässt ihn bei sich übernachten. Im Verlauf des Abends erkennt der Lehrer, dass der Jugendliche die Situation vorgetäuscht hat, um die Nacht bei ihm verbringen zu können. Ich habe bewusst Thrillerelemente im Film eingesetzt, um die der Beziehung zwischen dem Schüler und dem Lehrer innewohnende Gefahr zu ergründen. In AUSENTE geht es nicht um einen Erwachsenen, der einen Minderjährigen missbraucht, sondern um einen Jungen, der mit einem Erwachsenen spielt und genau weiss, dass der Lehrer bereits eine Grenze überschritten hat, als er ihm anbot, über Nacht bei ihm zu bleiben. In erster Linie versucht der Film jedoch, das Wesen des Begehrens zu erforschen und herauszukriegen, wie sich ein Erwachsener in einer derart verwirrenden Lage verhalten sollte. Dabei will der Film die Person des Lehrers nicht verurteilen, sondern verstehen.
Marco Berger
Martin himmelt seinen Lehrer an ... und dieser weiss, nicht wie er darauf reagieren soll ...
Begründung der Teddy-Jury für die Auszeichnung als Bester queerer Spielfilm der Berlinale 2011:
Die Jury lobte die »innovative Geschichte« und »erotische Bildsprache« dieses Dramas um einem Schüler, der sich in seinen Schwimmlehrer verliebt: »Die einzigartige Kombination des Films aus homoerotischem Begehren, Ungewissheit und dramatischer Spannung reflektiert das feine Verständnis der Genre-Konventionen und der kinematographischen Sprache des Regisseurs. Als der fesselndste, topaktuelle Film in der Auswahl, befindet die Jury, dass ?Ausente' den Geist des Teddy Award zelebriert ...«